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Küssender Gurami

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Name

Küssender Gurami (Helostoma temminkii)

Vorkommen

Thailand, Indonesien, Java

Größe

bis 30cm

Alter

bis 18 Jahre

Becken

ab 150cm, bei uns im 420 Liter Asienbecken von Nils

Beckenregion

In der Mitte. Hauptsächlich halten sich die Tiere im freien Schwimmraum auf. Sie sind nicht so oberflächenorientiert wie andere Fadenfische.

Wasser

Temp. pH-Wert Härte
24-30°C 6-8 bis 30°dGH

Geschlechter

Kaum erkennbar. Die Weibchen sind etwas fülliger.

Futter

feines Flockenfutter

Anzahl

4

Verhalten

Anderen Fischen gegenüber sehr friedlich. Innerartlich setzen sich die Männchen stärker auseinander. Sie pressen dabei oft die Münder aufeinander, was zu ihrer Namensgebung führte. Das unterlegene Männchen muss dann Rückzugsmöglichkeiten haben, sonst kümmert es und verendet.

Anforderungen

Da die Tiere sehr groß werden und die Männchen sich untereinander bekämpfen, ist ein großes strukturiertes Becken mit Rückzugsmöglichkeiten wichtig. Große Wurzeln, Pflanzen und Steine sorgen für ausreichend Oberfläche die "abgelutscht" werden kann. 

Besonderheiten

Farbvarianten:
Es existiert eine olive-grüne Form, die aber kaum im Handel vertreten ist. Teilweise sieht man auch gefleckte Tiere und "kugelig" gezüchtete Qualzuchten. Die bekannte rosa Form ist KEINE Albino- oder Zuchtvariante. „Das Aquarium“ 8/1998 berichtet, dass die rose Form aus Java kommt, während die oliv-grüne Farbvariante in dem thailändischem See Bung Boropet beheimatet ist.

Speisefische:
In ihrer Heimat sind diese Guramis beliebte Speisefische und ein wirtschaftlicher Faktor. Er hat für die Menschen dort die selbe Bedeutung wie für uns Karpfen.

Labyrinthsystem:
Er besitzt eine Labyrinthsystem, das ihn dazu befähigt Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen. Somit kann er auch bei schlechteren Wasserbedingungen überleben.

Haltungsbericht

Meine vier noch sehr kleinen Guramis sind noch sehr zurückhaltend. Sie sind die einzigen Fische im Becken, die den Sumatrabarben anfänglich keine Parolie bieten konnten und sich etwas haben scheuchen lassen. Dies änderte sich allerdings schnell. Mittlerweile haben zwei der dominanteren Tiere schon ihre Reviere abgesteckt und es kommt häufig zu Auseinandersetzungen an der Reviergrenze. Berichte in denen beschrieben wird, dass diese Art "sehr friedlich" ist, kann ich so nicht unterschreiben. Anderen Arten gegenüber ist das der Fall und es kommt zu absolut keinerlei Aggressionen. Innerartlich sind die Auseinandersetzungen dafür umso heftiger. In meinem Becken sind die Guramis auf jeden Fall die aggressivste Art. Es passierte auch schon mal, dass ein Tier ein ganzes Stück seiner Schwanzflosse einbüßen musste. Allerdings haben die Fische durch mein großes Becken immer genug Ausweichmöglichkeiten und können sich dann schnell wieder regenerieren. Vor Jahren hatte ich einmal ein Gruppe von 3 Guramis in einem kleineren Becken (140 Liter). Dort gingen die Kämpfe nicht so glimpflich aus und nach kurzer Zeit war nur noch ein Tier am leben. Dies sollte bei dem Kauf dieser Art auf jeden Fall beachtet werden.

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Letzte Änderung: 07.01.12
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