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Sumatrabarbe
Name
Sumatrabarbe, eigentlich: Borneobarbe oder Viergürtelbarbe (Puntius tetrazona)
Es gibt in Handel nur die der Sumatrabarbe nah verwandte Borneobarbe, die sich nur durch die fehlende Rotfärbung der Rückenflosse unterscheidet.
Vorkommen
Indonesien, Sumatra, Borneo
Größe
7cm
Alter
7 Jahre
Becken
ab 60cm, bei uns im 420 Liter Asienbecken von Nils
Beckenregion
Im mittleren bis unteren freien Schwimmraum.
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 21-28°C | 6-8 | bis 30°dGH |
Geschlechter
Männchen sind kleiner schmächtiger und farbiger als die blasseren fülligeren Weibchen.
Futter
Flockenfutter
Anzahl
7
Verhalten
Friedlicher Schwarmfisch, der allerdings sehr agil und neugierig ist. Daher ist es zwingend notwendig, dass man bei der Gestaltung des Beckens und/oder der Art der Vergesellschaftung auf dieses Verhalten achtet. Können Fische wie Fadenfische den Barben nicht ausweichen oder haben keine Rückzugsmöglichkeiten, wird die Neugier der Barben den Flossen der Fadenfische zum Verhängnis. Allerdings ist das neugierige Stubsen und Schnappen arttypisch und so werden auch andere Fische untersucht, oftmals auch innerartlich. Es kommt weniger auf die Art der Flosse des Fisches an, sondern mehr auf dessen Temperament und Rückzugsmöglichkeiten (auch für die Barben selbst).
Anforderungen
Die Borneobarben selbst benötigen viel freien Schwimmraum, mit Rückzugsmöglichkeiten in guter Hintergrundbepflanzung.
Besonderheiten
Farbvarianten:
Es existieren viele Zuchtvariationen, wie z.B. die Moosbarbe oder auch Albinoformen, bis hin zu Züchtungen ohne Kiemendeckel.
Haltungsbericht
Ein sehr munterer Schwarmfisch, der ein viel ausgeprägteres Schwarmverhalten zeigt als viele Salmler. Ist ein Tier alleine, sucht es sofort den Anschluss an gleich gefärbte Mitbewohner. So kann es auch mal sein, dass eine Prachtschmerle den Schwarm anführt. Bisher waren einzig und alleine die sehr jungen küssenden Guramis die Leidtragenden der neugierigen Barben. Nachdem sich die Fische allerdings aneinander gewöhnt hatten, gab es keinerlei Attacken mehr. Die Haltung mit Fadenfischen ist in meinem Becken absolut kein Problem. Ich habe bisher keinen einzigen "Flossenknabberer" beobachtet.
Was viele Halter dieser Tiere erst einmal erschreckt, ist das "hechelnde" Atmen und das Kopfstehen. Dies ist aber ein vollkommen normales, arttypisches Verhalten.
Sehr intressant ist es, wenn einzelne Tiere auf die Jagd nach Garnelen gehen. Dann schwimmen sie, im Mulm und Sand stöbernd, ganz knapp über dem Boden und erinnern dabei an Bluthunde, die eine Fährte verfolgen. Wenn dann eine Garnele blitzartig die Flucht antritt, jagen die Barben ebenso schnell hinterher. Die Jagd bleibt allerding meist erfolglos bzw. die Garnelen bleiben ganz ruhig und erzeugen so nicht den Bewegungsreiz für die Barben.
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