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Trauermantelsalmler

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02.01.07 - Trauermantelsalmler (Gymnocorymbus ternetzi)
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Name

Trauermantelsalmler (Gymnocorymbus ternetzi)

Vorkommen

Oberlauf des Rio Praguay, Rio Guapore, Brasilien im Gebiet des Matto Grosso und Rio Negro, Bolivien bis Argentinien.

Größe

bis zu 5,5 cm

Alter

Unterschiedliche Angaben: Von "über 4 Jahre" bis hin zu Berichten von 14 Jahren.

Becken

ab 54l, bei uns im 420 Liter Südamerikabecken von Nils

Beckenregion

Die Art wird als pelagial beschrieben, also absolut freischwimmend in den oberen bis mittleren Wasserregionen. Teilweise stehen sie ganz ruhig unter großen Blättern, Wurzeln oder Oberflächenpflanzen, was vielleicht daher rührt, dass sie ursprünglich in Weißwasser leben und eher dieses diffuse, dunklere Licht bevorzugen.

Wasser

Temp. pH-Wert Härte
18 - 28°C 6 - 8 bis 30°dGH

Geschlechter

Sind allgemein schwer auseinander zu halten. Die Weibchen sind etwas korpulenter als die Männchen.

Futter

Omnivora (Allesfresser). Einzige Beschränkung bei der Futteraufnahme ist ihre Maulgröße. Die Tiere gründeln nicht.

Anzahl

10

Verhalten

Friedlicher, sehr ruhiger Schwarmfisch, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Im Aquarium meist nicht sehr schwimmfreudig.

Anforderungen

Diese Fischart ist eine der robustesten und anspruchslosesten für das heimische Aquarium. Wie jeden Schwarmfisch muss man diese Salmler in einer Gruppe von min. 7-10 Tieren halten. Die Tiere lieben schattige Unterstände und freien Schwimmraum.

Besonderheiten

Altersentwicklung:
Ausgewachsene Fische verlieren ihre kontrastreiche schwarzweiße Färbung.

Farbvarianten:
Es gibt Albino- und Schleierschwanzzuchtformen des Trauermantels. Dies sind Qualzuchten und nicht wünschenswert.

Anpassungsfähigkeit:
Es wurde in Versuchen nachgewiesen, dass die Tiere einen erhöhten Verlust von Natriumionen aufgrund eines zu niedrigen PH-Werts (bis PH 5) durch eine erhöhte Aufnahme von Na+ ausgleichen können.

Krankheiten?:
Häufig sieht man bei diesen Salmlern, dass sie, meist im Bereich des Kopfes, schwarze Flecken entwickeln, die sich im Laufe ihres Lebens zu großen Geschwülsten auswachsen. Man findet sehr wenig Informationen zu diesem Phänomen, es scheint aber nicht tödlich zu sein.

Haltungsbericht

Der Trauermantelsalmler zieht ab und zu (z.B. bei neuen Becken) wunderschön im Schwarm seine Runden durchs Becken und wechselt wie ferngesteuert die Richtungen, um dann wieder ruhig und einzeln in den schattigen Bereichen des Beckens zu stehen. Die Tiere zeigen auch ein sehr interessantes artinternes Verhalten. So scheinen die Salmler kleine Reviere abzustecken, in denen sie kurze "Angriffe" gegen Artgenossen schwimmen, um im letzten Moment blitzschnell abzudrehen.

Die Futterauswahl ist zwar kein Problem, doch hat dies nicht nur Vorteile. So sind diese "kleinen Piranhas" hinter allem her was in ihr Maul passt. Wo andere Fische und selbst Barsche schon aufgegeben haben den Jungfischen nachzustellen, sind die Trauermäntel absolute Killer. Sie zeigen ein salmlertypisches Fressverhalten. In Gruppen wird sich langsam der "Beute" genähert, um dann vereinzelt zuzustoßen. Diese fazinierende Angewohnheit hat mich immer stark an Piranhas erinnert.

Muss man die schnellen Schwimmer doch einmal aus dem Becken fangen, empfiehlt es sich, dies morgens direkt nach dem Einschalten der Aquarienbeleuchtung zu tun. Die Tiere sind dann noch sehr träge und lassen sich leicht fangen.

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Letzte Änderung: 02.08.09
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