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Galizischer Sumpfkrebs
Name
Galizischer Sumpfkrebs (Astacus leptodactylus)
Vorkommen
Ursprünglich Südosteuropa. Wurde aber in Mitteleuropa eingeführt, um die von der Krebspest verursachten Bestandslücken an heimischen Krebsarten zu füllen. Wenig anzutreffen, seit längerer Zeit einige Bestände im Bodensee und Umgebung.
Größe
bis 18cm (Körperlänge ohne Scheren, nur Männchen; Weibchen deutlich kleiner)
Alter
5-6 Jahre
Biotop
Der Galizierkrebs bewohnt meist klare, sonnenwarme und nährstoffreiche stehende oder langsam fließende Gewässer.
Auch in sehr schwammigen Gewässern vorzufinden.
bei uns im 200 Liter Kaltwasserbecken von Marcel
Wasserregion
Tagsüber verbirgt er sich in selbst gegrabenen Höhlen am Ufer oder unter Steinen und sonstiger Deckung.
Jungkrebse finden sich oft zwischen Wasserpflanzen, die sie abweiden.
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 7-22°C | k.A. | k.A. |
Geschlechter
Die Männchen werden größer und haben Griffel (Geschlechtsteile).
Weibchen haben etwas kleinere Scheren und einen breiteren Schwanz.
Ihre Eileiteröffnungen sitzen am Beginn des zweiten Schreitbeinpaares.
Futter
Frisst eigentlich alles.
Die Hauptnahrung sind Kleintiere, im Aquarium Fischfutter, Schnecken, Tabletten, Pflanzen, Laub und Aas.
Anzahl
1
Verhalten
Obwohl Krebse angeblich zum Klettern neigen und das Aquarium ausbruchssicher sein sollte, fällt mein Krebs bisher nicht damit auf.
War er in den ersten Monaten noch recht aktiv und krabbelte viel durchs Becken, so versteckt er sich jetzt meist in seinem Bau und kommt nur noch selten raus.
Als dämmerungs- und nachtaktives Tier kann man ihn vor allem morgens und abends gut beobachten.
Er gräbt sich gerne Höhlen und Gänge unter größeren Wurzeln oder Steinen, indem er Kies und Steine mit seinen Scheren hinausschiebt. Ein Krebs schafft sich so seine eigene Einrichtung.
Man muss immer mit herausgerissenen Pflanzen und einem umgegrabenen Boden rechnen.
Obwohl sich der Galizische Sumpfkrebs gut mit Fischen vertragen soll, ist besonders bei bodenlebenden Fischen Vorsicht geboten.
Als Jungtier macht er noch keine Probleme. Mit zunehmender Größe wird er aber gefährlicher.
Am Tage können die Fische seinen Scheren noch leicht ausweichen, wenn sie dem Krebs zu Nahe kommen. Dieses Schnappen gilt auch mehr dem Verscheuchen.
Im Dunkeln allerdings, wenn der Krebs auf Nahrungssuche geht, sind die auf dem Boden schlafenden Fische eine leichte Beute.
Dies wurde schon ein paar meiner Fischen zum Verhängnis.
Das Problem lässt sich auch mit ordentlichem Füttern (z.B. Stinte) nicht wirklich ändern.
Besonderheiten
Wie alle Krebse muss er sich häuten wenn er wächst. Dabei streift er den alten Panzer komplett ab, was für ihn sehr gefährlich sein kann. Dieser Vorgang ist nicht nur eine große körperliche Anstrengung, der Krebs ist seinen Feinden auch schutzlos ausgeliefert. Der neue Panzer ist noch sehr weich und braucht erst ein paar Tage zum Aushärten, weshalb sich der Krebs versteckt hält. In diesem Stadium nennt man Krebse allgemein Butterkrebse. Wenn man beim Blick ins Aquarium plötzlich einen vermeintlich toten Krebs entdeckt, sollte man daher erst einmal Ruhe bewahren. Die alte Haut lässt sich im nassen Zustand mit ein paar Hilfsmitteln einigermaßen gut in Form bringen. Nach dem Trocknen ist sie ziemlich hart und bleibt formstabil (siehe Bilder).
Je älter der Krebs wird, desto weniger häutet er sich.
Der Galizier ist als europäische Krebsart durch die Krebspest bedroht!
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