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Sonnenbarsch

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Name

Gemeiner Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus)

Synonyme

Sonnenfisch, Kürbiskernbarsch, Pumpkinseed (engl.)

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet ist Nordamerika, von Südkanada bis Texas. Um 1880 auch in Europa ausgesetzt und mittlerweile an vielen Orten vertreten.

Größe

Länge 10-15cm, teilweise aber auch bis 30cm

Alter

bis 14 Jahre

Wasserregion

Pflanzenreiche stehende und langsam fließende Gewässer, Bäche, Weiher und Baggerseen.
Das Wasser muss sauber und sauerstoffreich sein.

Wasser

Temp. pH-Wert Härte
4 - 22 °C 7,0 - 7,5 10 - 15°dGH

Geschlechter

Die Männchen besitzen eine etwas gerade ausgezogene Rücken- und Afterflosse. Weibchen werden meist etwas größer und dicker als die intensiver gefärbten Männchen.

Futter

Wirbellose, Laich, kleine Fische. Im Aquarium und Teich problemlos Flockenfutter und Sticks. Sie lieben Futtertabletten und sind ganz wild auf Regenwürmer.

Anzahl

3

Verhalten

Relativ friedliche Barschart, die allerdings revierbildend ist. Wenn ausreichend Versteckmöglichkeiten gegeben sind und das Becken durch Wurzeln und Planzen in einzelne Bereiche aufgeteilt ist, ist die Vergesellschaftung kein Problem. Sonnenbarsche halten sich gerne in warmen und sonnigen Abschnitten auf, gerne auch im Schutz zwischen Pflanzen oder unter Seerosenblättern.

Besonderheiten

Brutpflege:
Das Männchen hebt in seinem Revier im flachen Uferbereich mit den Flossen eine Grube aus, in die das Weibchen die Eier ablegt. Das Männchen pflegt das Gelege allein und verteidigt es auch aggressiv gegen andere Fische. Laut H. Beansch (MERGUS Gartenteich Atlas) pflegen in der Natur Weibchen und Männchen gemeinsam das Gelege, in Aquarien könne das Männchen das Weibchen allerdings töten.

In kleinen Gewässern mit großem Sonnenbarschbestand ist teilweise der gesamte Grund mit Laichgruben übersät.

Färbung:
Sonnenbarsche sind mit die farbenprächtigsten Kaltwasserfische. Als Jungtiere sind sie noch etwas unscheinbar, mit zunehmender Größe wird die Färbung aber intensiver. Die blau-türkise Musterung der Seiten lässt sich besonder gut im Aquarium erkennen. Im Teich sieht man von oben die leuchtende hellblaue Umrandung der Rücken- und Schwanzflosse.

Haltungsbericht

Zusammen mit den anderen Fischen gab es keine Probleme, nur muss das Becken auf jeden Fall ausreichend mit Pflanzen und Wurzeln unterteilt werden, um genug Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Sonnenbarsche sind stark revierbildend. Andere Fische und Artgenossen verjagen sie aus ihrem Revier, wobei dies nur von kurzer Dauer ist, bis der Gejagte um die nächste Ecke verschwunden ist. Fische wie Bachschmerlen wurden im Gegensatz zu Rotfedern und Giebeln nie behelligt.

Kämpfe untereinander sind ebenfalls schnell vorbei. Beide Tiere stellen ihre Rückenflossen auf und die Kiemendeckel ab und bäumen sich langsam auf, um sich dann kurz aber heftig zu prügeln. Der Unterlegene zieht sich dann zurück.

Im Gegensatz zu den anderen Fischen in meinem Aquarium sind sie sehr neugierig. Jede Aktivität in Beckennähe wird von ihnen beobachtet.
Sonnenbarsche scheinen außerdem ihre Pfleger zu erkennen, weil sie sich bei meiner Anwesenheit anders verhalten als bei anderen Beobachtern. Sie kommen dann näher zur Mitte, da sie Futter erwarten.
Mit der Zeit werden sie sehr zutraulich.

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Letzte Änderung: 11.07.09
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