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Flussbarsch
Anmerkung: Die hier gezeigten Flussbarsche lebten jahrelang im Teich, wurden aber mit der Zeit zu groß und zu tödlich für die anderen Fische. Aus diesem Grund wurden sie herausgefangen und in einem nahen See ausgesetzt. Die Bilder und Videos entstanden in einem Aquarium, in das die Fische unmittelbar nach ihrem Fang für eine kurze Zeit gesetzt wurden.
Name
Flussbarsch (Perca fluviatilis)
Synonyme
Bars, Bärschling, Barster, Beerschke, Bersich, Bersing, Berster, Bertsch, Bors, Börs, Bules, Burschig, Bürschling, Egli, Kretzer, Persch, Perschke, Pisch, Rerling, Schratz, Schratzen, Sürger, Warschin, Redfin perch (engl.)
Vorkommen
Ganz Europa.
Größe
20-35cm, selten bis 50cm.
Alter
bis 28 Jahre
Biotop
bei uns im Teich von Marcel und früher im Teich von Nils
Wasserregion
Flussbarsche sind sehr anpassungsfähig und decken eine Vielzahl von Fließ- und Stillgewässern ab (Flüsse, Seen, Weiher, auch Brackwasser).
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 6 - 22°C | mittel | mittel |
Geschlechter
Schwer zu unterscheiden. Die Männchen sind oft intensiver gefärbt, die Weibchen in der Laichzeit fülliger.
Futter
Kleintiere und Fische.
Anzahl
1
Verhalten
Junge Barsche bilden Schwärme (teilweise auch zusammen mit Friedfischen, wie der Rotfeder) und sind gut zu vergesellschaften, solange sie nicht größer als die restlichen Fische sind. Ältere Tiere sind meist Einzelgänger und können aggressiv sein. Bei Massenvermehrung neigen Flussbarsche zu Kümmerwuchs.
Besonderheiten
Standorttypen:
Je nach Standort und Alter bilden sich drei verschiedene Typen aus: der junge, intensiv gefärbte "Krautbarsch" in ufernahen Pflanzenbeständen, der ältere, heller gefärbte "Jagebarsch" in der Freiwasserzone und der alte, dunkel gefärbte "Tiefenbarsch", auch Raubbarsch genannt.
Laichbänder:
In der Laichzeit legen die Weibchen netzartige Laichbänder an Wasserpflanzen, Ästen und Steinen ab.
Speisefisch:
Der Flussbarsch ist ein wichtiger Speisefisch und damit Wirtschaftsfaktor. Sein weißes Fleisch ist mager und grätenarm.
Rückenflosse:
Wie viele Barschartige hat er eine geteilte Rückflosse, deren vorderer Teil hartstrahlig und der hintere weichstrahlig ist. Bei Gefahr wird die Rückenflosse aufgestellt. Die Bauch- und Afterflossen sind oft rot gefärbt.
Haltungsbericht
Flussbarsche sind sehr interessante Fische, die allerdings nur mit Vorsicht in den Gartenteich oder das Aquarium zu setzen sind. Im Gegensatz zum wesentlich friedlicheren Sonnenbarsch kann der Flussbarsch für den restlichen Bestand sehr gefährlich sein. Beutefische können im Vergleich zur Körpergröße des Barsches sehr groß sein. Einige Bilder in der obigen Galerie verdeutlichen das: Der abgebildete Gründling war mit 11cm nur ein wenig kleiner als sein Räuber, wurde aber trotzdem fast komplett verschluckt, so dass nur noch der Schwanz herrausragte (siehe Bild).
Gründlinge schienen im Vergleich zu anderen Fischen gleicher Größe (z.B. Blauorfe) der beliebtere Futterfisch zu sein, da ausnahmslos sie bejagt wurden.
Der Flussbarsch steht gerne im Halbschatten zwischen Pflanzen und beobachtet seine Umgebung. Hat er ein Beutetier entdeckt, stößt er blitzartig hervor und packt es. Da er es meist seitlich erwischt, wird das Opfer oft herrumgerissen, bis es schließlich verschluckt werden kann.
Mein Flussbarsch frisst auch Teichsticks. Er bevorzugt besonders die Sticks, die gerade erst auf die Wasseroberfläche geworfen wurden. Wahrscheinlich löst die Bewegung den Beutetrieb aus. Dadurch lässt er sich gezielt mit einzelnen Sticks füttern, die er sich blitzschnell schnappt. Trotzdem bleiben kleinere Fische die Lieblingsbeute.
Unsere Videos
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