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Saugschmerle
Name
Siamesische Saugschmerle (Gyrinocheilus aymonieri)
Vorkommen
Malayische Halbinsel
Größe
bis 27cm
Alter
20 Jahre
Becken
ab 150cm, bei uns im 420 Liter Asienbecken von Nils
Es gibt keine genauen Angaben, da die Tiere sehr groß werden und dazu noch Reviere bilden.
Beckenregion
eigentlich Boden, nur halten sich meine Tier vorzugsweise im dichten Blattwerk an der Oberfläche auf.
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 22-28 | 6-8 | bis 30°dGH |
Geschlechter
kein Unterschied bekannt
Futter
Algenfresser
Anzahl
4
Verhalten
Sie können als Jungtiere sehr gut vergesellschaftet werden und sind auch sehr sozial im Umgang mit Artgenossen. Es wird berichtet, dass sie als juvenile Tiere sogar Schulen bilden, allerdings sind meine Tiere seit Anfang an revierbildend. Im Alter soll sich ihr Verhalten stark verändern. Sie sind dann aggressiver und stark revierbildend.
Anforderungen
Sauerstoffreiches Wasser. Dichte Bepflanzung mit vielen Steinen und Wurzeln zum Abweiden. Meinen Informationen zu folge ist es nahezu unmöglich, ausgewachsene Exemplare in Gesellschaftsbecken zu pflegen. Es werden sehr große Artenbecken benötigt.
Besonderheiten
Saugmaul und Kopflöcher:
Die Tiere besitzen ein besonderes Maul und einen besonderen Kiemenapparat. Zusätzliche ovale Kopflöcher ermöglichen es ihnen, sich in der Strömung mit dem Maul festzusaugen und so gleichzeitig zu Atmen und zu Fressen. Sie sind also auch an solchen Orten fähig Algen abweiden. Aufgrund der relativ kleinen Kopflöcher haben die Tiere eine erhöhte Atemfrequenz. Dies ist allerdings nicht, wie oft beschrieben, auf einen erhöhten Sauerstoffbedarf der Tiere zurückzuführen. Vielmehr sind Saugschmerlen in der Natur an viele unterschiedliche Biotope angepasst (auch versumpfte Bereiche), und sind deshalb sehr robust.
Nachzucht:
Die Nachzucht dieser Tiere ist anscheinend doch schon in einem Aquarium gelungen. Siehe hier.
Haltungsbericht
Meine vier noch sehr jungen Tiere, sind absolut unproblematisch. Sie gehen zwar nicht an Futtertabletten, sind aber dennoch sehr gut genährt, da sie unentwegt ihrer Putzerbeschäftigung nachgehen. Dabei bewegen sie sich nie über den Sandboden, da sie sich dort nicht festsaugen können. Ein "graben" hab ich noch nie beobachten können, Sie meiden den Sand total.
Momentan haben sich zwei größere Tiere ihre Bereiche im linken und rechten Teil des Beckens abgesteckt und die kleineren werden von dort verjagt. Daher halten sich die anderen beiden Tiere meist in den hinteren Bereichen des Beckens auf.
Ich hoffe nicht, dass die Tiere, wie in der Literatur beschrieben, später zu Riesen heranwachsen, die durch ihre großen Reviere das ganze Becken terrorisieren. Vielleicht waren sie der einzige Fehlkauf beim Besatz des Beckens, aber ich konnte ihren außergewöhgnlichen Eigenschaften einfach nicht wiederstehen.
Falls jemand Erfahrungen mit adulten Tieren in Gesellschaftsbecken hat, wäre ich sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert.
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