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Goldorfe

Name

Goldorfe (Leuciscus idus)
Stammform ist der Aland.

Synonyme

Orfe, Aland, Nerfling, Silberorfe, Golden ide (engl.)

Vorkommen

Europa nördlich der Alpen bis Sibirien.

Größe

30-50cm, selten auch bis 80cm.

Alter

bis 20 Jahre.

Biotop

bei uns im Teich von Marcel

Wasserregion

Größere und sauerstoffreiche Fließgewässer und Seen. Auch im Brackwasser der Ostsee.

Wasser

Temp. pH-Wert Härte
4-20°C 6-9 bis 30°dGH

Geschlechter

Männchen sind schlanker und haben in der Laichzeit einen Laichausschlag.

Futter

Kleinkrebse, Insekten, Schnecken, kleine Fische und Pflanzenteile. Im Teich problemlos Teichfutter.

Anzahl

Verhalten

Friedlicher, oberflächenorientierter Schwarmfisch, der ausreichend Schwimmraum benötigt. Sehr guter Teichfisch.

Besonderheiten

Die Goldorfe ist eine Zuchtform des Aland. Neben ihr gibt es auch noch eine blaue Farbvariante, die Blauorfe. Die Wildform wird im Zoofachhandel zur Unterscheidung meist Silberorfe genannt.

Färbung:
Mit zunehmenden Alter wird die goldene Färbung intensiver und die Flossen werden rot. Junge Goldorfen sind hellgelb und meist relativ blass, während ausgewachsene Tiere ein kräftiges dunkelgelb bis orange haben. Anhand der schwarzen Flecken sind einzelne Tiere leicht zu unterscheiden.

Goldorfentest:
Goldorfen wurden bis vor wenigen Jahren als Indikatoren zur Gewässergüte eingesetzt. Die Fischgiftigkeit bzw Fischtoxizität von Abwässern innerhalb von 48 Stunden wurde in Verdünnungsstufen an Goldorfen getestet. Als Ergebnis wird der kleinste ganzzahlige Wert für die Verdünnungsstufe G (GF-Wert), bei der alle Fische überleben, angegeben. Seit dem 1. Januar 2005 ist dieses Testverfahren abgeschafft. Nun werden Fischeier als Indikatoren genutzt.

Haltungsbericht

Anfangs waren alle Goldorfen sehr schreckhaft und haben sich ihr Futter von der Oberfläche gepickt, um dann sofort wieder abzutauchen. Mit der Zeit legt sich diese Scheu aber. Zahm wie Kois oder Goldfische werden sie aber nicht.

Goldorfen sind kräftige Fische die sehr schnell schwimmen können und auch (gerade beim Fressen) ordentlich Bewegung ins Wasser bringen können. Beim Füttern kann es dazu führen, dass sie sich das Futter wegschnappen, so dass kleinere und schwächere Fische (z.B. Schleierschwänze) nur noch die Reste abbekommen.
Ansonsten ziehen sie im Schwarm ihre Kreise durch den Teich und suchen in sommerlichen Abendstunden den Uferbereich nach Insekten ab. Dabei drücken sie sich auch mit vollem Einsatz in dichtbewachsene oder enge Bereiche, wobei dann schonmal der halbe Rücken aus dem Wasser ragt.

Obwohl Goldorfen sehr gut zu vergesellschaften sind, können große Orfen kleinere Fische fressen. Sie sind dabei zwar keine aggressiven Räuber wie Barsche, bei Gelegenheit schnappen sie aber zu. Neue, noch relativ kleine Fische, sollten daher nicht im Freiwasser ausgesetzt werden, sondern in Bereichen mit ausreichend Versteckmöglichkeiten.

Meine Goldorfen sind verrückt nach Regenwürmern, die sie teilweise auch versuchen anderen Fischen abzunehmen.

Unsere Videos

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Letzte Änderung: 07.01.12
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