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Karausche
Name
Karausche (Carassius carassius)
Synonyme
Bauernkarpfen, Steinkarpfen, Schneiderkarpfen, Moorkarpfen, Kotbuckel, Goresl, Gareisle, Burretschel, Guratsch, Crucian Carp (engl.)
Vorkommen
Ursprünglich Osteuropa bis zum Ural, heutzutage auch in Mitteleuropa vertreten, mit Ausnahme von Gebieten im hohen Norden sowie der iberischen Halbinsel .
Größe
Im Durchschnitt 15-30cm, teilweise auch 50-60cm, in Extremfällen sogar bis 80cm lang.
Alter
bis 15 Jahre
Becken
bei uns im 200 Liter Kaltwasserbecken von Marcel
Wasserregion
Karauschen bevorzugen stehende oder langsam fließende Gewässer mit dichten Pflanzenbeständen, sind aber auch in allen anderen Gewässern jeder Art anzutreffen (auch Brackwasser).
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 6 - 22°C | k.A. | k.A. |
Geschlechter
Schwer zu unterscheiden. Die Weibchen sind in der Laichzeit korpulenter als die Männchen.
Futter
Wirbellose Kleintiere, pflanzliche Kost, im Aquarium Flockenfutter, Tabletten und Mückenlarven.
Anzahl
2
Verhalten
Ruhiger und friedlicher Schwarmfisch, der sich meist in Pflanzenbeständen verbirgt.
Besonderheiten
Karauschen sind sehr zähe und anpassungsfähige Fische, die auch noch in sehr kleinen sowie verschmutzten, schlammigen und sauerstoffarmen Gewässern zurechtkommen. Ihr Anspruch an die Wasserqualität und den Sauerstoffgehalt ist der geringste aller heimischen Fischarten. Damit können Karauschen auch noch in kleinen Restpfützen eines ausgetrockneten Sees überleben. Im Schlamm eingegraben überstehen sie sogar mehrere Tage ohne Wasser.
In kleinen Seen ohne Konkurrenz und Fressfeinde kann sich die Karauschenpopulation schnell vergrößern und es kommt zu einem Kümmerwuchs der Tiere, der Verbuttung.
Karauschen besitzen einen dunklen Fleck am Schwanzstiel (Petrifleck), der besonders bei jungen Tieren deutlich erkennbar ist. Dieses Merkmal unterscheidet Karauschen (neben der nach außen gebogenen Rückenflosse) deutlich von den sehr ähnlich aussehenden Giebeln.
Es existiert ein goldfarbene Variante, die Goldkarausche.
Haltungsbericht
Beide Karauschen sind sehr ruhige und gelassene Fische. Zwar versteckten sie sich nach dem Einsetzen im hinteren Beckenbereich, reagierten aber überhaupt nicht schreckhaft oder ängstlich, wenn man sich ihnen zum Beobachten näherte. Auch Flockenfutter wurde direkt angenommen.
Sie schwimmen in der Regel im unteren und mittleren Beckenbereich und gehen gerne im dichten Pflanzenbestand auf Futtersuche. Bei der Fütterung fressen sie sowohl das nach unten absinkende Flockenfutter wie auch von der Wasseroberfläche. Ihre Gelassenheit legen die Karauschen dabei nicht ab. Sie sind überhaupt nicht stürmisch und verfressen wie die Giebel und nehmen sogar Futter aus der Hand an.
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