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Schleie
Name
Schleie (Tinca tinca)
Synonyme
Grünschleie, Schlei, Schlie, Schlüpfling, Schlammler, Schley, Schuster, Liebe, Tench (engl.), Doctor fish (engl.)
Vorkommen
Europa bis Sibirien.
Größe
20-30cm, selten bis 70cm.
Alter
bis 17 Jahre.
Biotop
bei uns im
Teich von Nils
200 Liter Kaltwasserbecken von Marcel
Wasserregion
Alle Gewässertypen, auch Brackwasser. Bevorzugt pflanzenreiche Seen mit weichem Grund.
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 4 - 22°C | k.A. | k.A. |
Geschlechter
Die Bauchflossen der Männchen sind größer und kräftiger als die der Weibchen und reichen bis zum After. Bei den Männchen ist zusätzlich der zweite Strahl der Bauchflosse verlängert und verdickt.
Futter
Kleine Bodentiere, Pflanzen und Pflanzenreste. Im Aquarium und Teich Flockenfutter. Ihr Futter wühlt sich die Schleie aus dem Bodenschlamm.
Anzahl
2
Verhalten
Ruhiger, vorzugsweise dämmerungs- und nachtaktiver Fisch. Tagsüber meist zwischen dichten Pflanzenbeständen verborgen. Im Winter gräbt sie sich im Schlamm ein und hält Winterruhe.
Besonderheiten
Speisefisch:
Als beliebter Speisefisch ist ihre Zucht und Haltung weit verbreitet. Das Fleisch ist grätenreich, aber wohlschmeckend.
Doktorfisch:
Im Englischen wird die Schleie neben "Tench" auch als "Doctorfish" bezeichnet. Der Begriff kommt von der Annahme, dass die schleimige Haut eine heilende Wirkung habe. Unter Koi-Besitzern kursiert das Gerücht, dass eine Schleie im Koiteich vor Krankheiten schütze.
Farbvarianten:
Die Goldschleie ist eine goldfarbene Mutante, die gerne in Teichen gehalten wird.
Unempfindlichkeit:
Schleien sind relativ unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, sauren pH-Werten und niedrigem Sauerstoffgehalt.
Angeln:
Schleien gelten als schwer zu fangene Fische. Sie sind sehr misstrauisch und beissen nur schwer an. Allerdings haben sie feste Futterrouten, an denen man weitere Tiere erwarten kann.
Haltungsbericht
Sehr schöne Fische, die sich in den restlichen Bestand problemlos eingefügt haben. Beide Schleien sind gut zu beobachten und zeigen keinerlei Scheu. Obwohl sie sich zusammen mit den restlichen Fische meist im freien Schwimmraum aufhalten, suchen sie von Zeit zu Zeit auch den dichteren Pflanzenbereich ab. Sie lassen sich leider oftmals von den Giebeln anstecken und schwimmen ebenfalls sehr aufgeregt an der Scheibe herum, wenn ich nah ans Becken komme. Merken sie jedoch, dass es kein Futter gibt, lassen sie aber schnell davon ab.
Schleien sollen verrückt nach süßem Mais aus der Dose sein, weshalb es ein guter Köder zum Angeln sein soll. Dies konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Der Mais wurde zwar von beiden Schleien probiert, die erhoffte Wirkung blieb aber aus. Auch die restlichen Fische interessierten sich nicht für ihn.
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