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Bitterling
Name
Bitterling (Rhodeus amarus)
Synonyme
Bitterfisch, Schneiderkarpfen, Weberle, Wittfisch, Knaller, Blinken, Lieschkarpfen, Blaukärpfle, Plätteln
Vorkommen
Europa nördlich der Alpen und Pyrenäen, im Osten bis zum Kaspischen Meer. Fehlt in Skandinavien, Dänemark und großen Teilen Grossbritanniens.
Größe
5-9 cm
Alter
bis 5 Jahre
Biotop
bei uns im 200 Liter Kaltwasserbecken von Marcel
Wasserregion
Pflanzenbestandene Uferregion in stehenden und langsamfließenden Gewässern, sandiger bis schlammiger Untergrund.
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 6-21°C | k.A. | k.A. |
Geschlechter
After- und Rückenflosse der Männchen sind leicht rosafarben, Männchen in der Laichzeit mit kräftiger Färbung und Laichausschlag auf der Nase.
Futter
Wirbellose Kleintiere, pflanzliche Nahrung, im Aquarium problemlos Flockenfutter.
Anzahl
4
Verhalten
Friedlicher Schwarmfisch, gut zu vergesellschaften.
Besonderheiten
Laichverhalten:
Bitterlinge haben ein recht ungewöhnliches Laichverhalten.
In der Laichzeit leuchten die Seiten des Männchens rotviolett und es bekommmt Laichwarzen auf dem Maul (siehe Bild).
Die Geschlechtspapille der Bitterlingsweibchen wächst zu einer 5-6 cm langen häutigen Legeröhre hinter der Afteröffnung.
Das Männchen lockt mit einem komplizierten Ritual ein geschlechtsreifes Weibchen zu einer Muschel der Gattung Unio oder Anodonta.
Das Weibchen legt nun mit seiner Legeröhre die Eier in der Muschel ab und das Männchen gibt seine Milch über der Eingangsöffnung ab. Die Spermien gelangen durch das Atemwasser in den Kiemenraum der Muscheln und befruchten dort die Eier.
Die befruchteten Eier entwickeln sich im schützenden Inneren der Muschel. Nach 3-4 Wochen verlassen die Larven die Muschel.
Oft nutzen mehrere Fischpaare die selbe Muschel, so dass man in ihr verschiedene Entwicklungsstadien der kleinen Bitterlinge zählen kann.
Da der heimische Bitterling stark gefährdet ist, findet man im Handel meist nur ostasiatische Bitterlinge.
Haltungsbericht
Die Bitterlinge sind sehr aktiv und immer zwischen Wurzeln und Pflanzen am herumwuseln. Begünstigt durch ihre Körpergröße nutzen sie das gesamte Becken aus. Sie schwimmen genauso gerne im offenen Schwimmraum mit den großen Fischen, als auch im engen Labyrinth zwischen Pflanzen, Steinen und Wurzeln. Die jungen Bitterlinge halten sich in der Regel in Gruppen auf, während ältere Tiere auch schonmal alleine das Aquarium nach Fressbarem absuchen.
Zusammen mit den Sonnenbarschen kam es zu keinen Problemen. Zwar waren zwei der Bitterlinge noch relativ klein und hätten sicherlich leicht gefressen werden können, dennoch wurden sie von den Barschen nie beachtet. Beide kleinen Bitterlinge hatten trotzdem Respekt und hielten sich immer im Schutz von Wurzeln und Pflanzen auf.
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