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Bachschmerle
Name
Bachschmerle (Barbatula barbatula)
Synonyme
Bartgrundel, Grundel, Steingrundel, Zirla, Schmerle, Schmere, Schmardel, Schmerlein, Göse, Mös, Loach (engl.)
Vorkommen
Verbreitet in fast ganz Europa, außer im Süden und äußersten Norden.
Größe
8-12cm, max. 16cm
Alter
bis 8 Jahre.
Biotop
bei uns im 200 Liter Kaltwasserbecken von Marcel
Wasserregion
Die Bachschmerle beheimatet als stationärer Bodenfisch klare und flache Fließgewässer der Forellen- und Äschenregion. Auch Seen mit steinigem oder kiesigem Boden werden besiedelt.
Wasser
| Temp. | pH-Wert | Härte |
|---|---|---|
| 4 - 18°C | 6.5 - 7.7 | 10 - 15°dGH |
Geschlechter
Männchen sind kleiner und schlanker und haben deutlich längere Brust- und Bauchflossen als Weibchen. Die Innenseiten der Brustflossen sind bei Männchen mit in Längszeilen angeordneten Horntuberkeln besetzt.
Futter
Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse und selten auch pflanzliche Nahrung. Fressen ohne Probleme Flockenfutter von der Wasseroberfläche.
Anzahl
2 (eine schwarze, eine marmorierte)
Verhalten
Nacht- und dämmerungsaktiver friedlicher Schwarmfisch. Standorttreu und gut mit anderen Fischen zu vergesellschaften. Halten sich tagsüber am Boden zwischen Steinen und Pflanzen versteckt.
Besonderheiten
Farbvarianten:
Unterschiedliche Farbvarianten sind möglich, von schwarz über marmoriert bis hin zu fast "leopardenartig" gemustert.
Akzessorische Darmatmung:
Schmerlen besitzen eine akzessorische Darmatmung, mit der sie Sauerstoffarmut besser überstehen können. Sie nehmen an der Wasseroberfläche Luft in den Darm auf, die über die Darmschleimhaut Sauerstoff abgibt.
Haltungsbericht
Meine Bachschmerlen sind auch tagsüber aktiv, obwohl das Aquarium viele Versteckmöglichkeiten und auch sehr dunkle Höhlen unter Wurzeln bietet. Sie sind sehr gesellige und aktive Fische, die die meiste Zeit den Boden nach Futter(resten) absuchen und dazu auch schon mal mit dem Kopf im Bodengrund bohren. Die restliche Zeit ruhen sie auf dem Boden, auf Pflanzenblättern oder Wurzeln.
Meist wandern sie die selben Pfade ab, so dass sie entlang der Frontscheibe eine Art "Trampelpfad" angelegt haben, der auch von Pflanzen freigehalten wird. Hier ruhen sie aus oder schlängeln sich von einer zur anderen Seite des Beckens, stets unterbrochen von etwas wühlen im Boden.
Die Bachschmerlen sind sehr neugierig und zeigen keinerlei Scheu vor größeren Barschen oder meinen Händen. In Gegenwart eines räubernden galizischen Sumpfkrebses wechselten sie ihr Nachtquartier vom Boden auf den Deckel der Pumpe. Tagsüber ließen sie sich nicht wirklich von ihm beeindrucken und schwammen, fast schon spaßend, immer erst im letzten Augenblick ein Stückchen weg.
Futter fressen sie aus der Hand und alles, was neu im Becken ist, wird sofort beschnuppert. Auch beim Einsetzen neuer Pflanzen oder sonstigen Arbeiten im Aquarium zeigen sie Interesse und suchen im aufgewühlten Bodengrund nach Fressbarem.
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